Einleitung: Der Schweizer Markt für Hagelschäden
Die Schweiz ist ein Land, in dem heftige Sommergewitter mit Hagel (Hagelgewitter) besonders in Voralpen- und Alpenregionen häufig sind. Jedes Jahr werden Tausende von Autos beschädigt. Infolgedessen ist der Schweizer Sekundär- (und Auktions-) Markt regelmässig mit Fahrzeugen gefüllt, die als "Hagelschaden" gekennzeichnet sind.
Für einen Käufer, ob lokal oder Importeur, kann ein solches Auto wie ein hervorragendes Schnäppchen wirken. Die Preise sind oft 20 bis 40 % niedriger als bei unfallfreien Modellen. Der Kauf eines Hagelschaden-Fahrzeugs ist jedoch nicht nur eine Frage der Ästhetik. Er betrifft spezifische Schweizer Versicherungsvorschriften und strenge MFK-Kontrollen (Motorfahrzeugkontrolle).
In diesem Ratgeber analysieren wir, wann der Kauf eines Autos mit Hagelschaden finanziell sinnvoll ist, auf welche rechtlichen und versicherungstechnischen Fallstricke man achten muss und wie man die Gesamtkosten (TCO) einschliesslich möglicher Reparaturen (Drücktechnik) oder Wertverlust richtig kalkuliert.